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Ab dem 09. Februar geplant: Der Junge mit dem Fahrrad
Der zwölfjährige Cyril hat nur einen Wunsch: Seinen Vater wiederzufinden, der ihn auf unbestimmte Zeit in einem Kinderheim untergebracht hat. Doch der Vater ist aus seiner Wohnung ausgezogen und meldet sich nicht mehr bei ihm. Bei seiner verzweifelten Suche trifft er auf Samantha, der Besitzern eines Friseursalons, die sich bereit erklärt, ihn an den Wochenenden bei sich aufzunehmen. Zunächst ist Cyril allerdings kaum in der Lage, die Liebe zu erkennen, die Samantha ihm entgegenbringt und ihre Gutmütigkeit muss manche schwere Probe bestehen. Dabei ist es doch gerade diese Liebe, die Cyril am nötigsten hat, um seinen Zorn zu besänftigen.
DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD ist ein modernes Kinomärchen, das von Hoffnung und entwaffnender Menschlichkeit erzählt. Das neue, warmherzige Meisterwerk der Brüder Dardenne gewann auf den Filmfestspielen in Cannes den großen Preis der Jury und eröffnete anschließend das Filmfest München.
Le Gamin au velo. Ein Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne mit Thomas Doret, Cécile De France, Jérémie Renier, Egon Di Mateo und Fabrizio Rongione, Belgien, Frankreich, Italien 2010, 87 Min.
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Ab dem 09. Februar geplant: Mama Afrika
Miriam Makeba (1932-2008) war die erste afrikanische Musikerin, die zum internationalen Star avancierte. Sie hat Musiker auf der ganzen Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Gleichwohl ist sie den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik immer treu geblieben. Ins Exil wurde sie schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem gegenüber der Apartheid-kritischen Dokumentarfilm „Come Back, Africa“ mitgewirkt hatte. Mit Hilfe von Harry Belafonte kam sie in die USA, wo sie 1962 unter anderem bei einer Geburtstagsfeier von John F. Kennedy auftrat, für Marlon Brando sang und 1967 mit „Pata Pata“ ihren ersten Welthit hatte.
Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore sorgte, stellt Regisseur Mika Kaurismäki mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews dar. Freunde, Verwandte und Kollegen, die Miriam Makeba zum Teil schon seit deren Anfängen in den Dancehalls von Johannesburg kennen und schätzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt sowie die Enkel Zenzi Monique Lee and Nelson Lumumba Lee.
„Die bewegende Hommage bringt Miriam Makeba in voller Größe in Erinnerung, beste Unterhaltung ist garantiert. Wie es sein soll bei Miriam Makeba.“ Berliner Zeitung
Ein Dokumentarfilm über Miriam Makeba von Mika Kaurismäki mit Zenzile Monique und Nelson Lumumba Lee (Enkel), Angélique Kidjo, Hugh Ramopolo Masekela, Abigail Kubeka, Dorothy Masuku, Joe Mogotsi, Leopoldo Fleming, Bill Slater, Lorraine Gordon, Kathleen Neal Cleaver, Finnland/Deutschland, 91 Min. Website zum Film
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Ab dem 16. Februar geplant: Extrem laut und unglaublich nah
Die Geschichte nach dem gefeierten Bestseller von Jonathan Safran Foer entwickelt sich im Kopf des aufgeweckten elfjährigen New Yorkers Oskar Schell, der im Nachlass seines verstorbenen Vaters einen Schlüssel findet und nun in der ganzen Stadt nach dem passenden Schloss sucht. Ein Jahr ist vergangen, seit der Vater im World Trade Center umgekommen ist – Oskar nennt dieses Erlebnis den „schlimmsten Tag“ und bemüht sich seitdem, Kontakt zu seinem großen Vorbild zu halten, das ihn immer wieder auf spielerische Art ermuntert hat, seine größten Ängste zu überwinden. Bei seinen Streifzügen durch die fünf Stadtbezirke von New York begegnet Oskar den unterschiedlichsten Menschen, die alle sehr persönliche Überlebensstrategien entwickelt haben. Dabei entdeckt er ungeahnte Verbindungen zum schmerzlich vermissten Vater, zur scheinbar so distanzierten Mutter und überhaupt zu der lärmenden, gefährlichen und verwirrenden Welt, in der er sich behaupten muss.
Extremely Loud And Incredibly Clos. Ein Film von Stephen Daldry nach dem Roman von Jonathan Safran Foer, mit Tom Hanks, Sandra Bullock, John Goodman, USA 2011, 129 Min.
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Ab dem 16. Februar geplant: Abendland
Die vielfach ausgezeichnete Dokumentation „Abendland“ erzählt von Europa bei Nacht. In 21 unkommentierten Episoden beobachtet Nikolaus Geyrhalter die Nachtarbeiter, die Europas Gesundheitssysteme und Spaßtempel am Laufen halten, die innere Sicherheit und Rundumüberwachung gewährleisten und die Maschine Europa nach außen abschotten, während wir alle rundum behütet und beruhigt in unseren Betten liegen. Das Ergebnis ist ein faszinierendes und düsteres Panorama eines paranoiden und technokratischen Europa.
Europa – ein Kontinent bei Nacht, eine verdämmernde und gleichzeitig hochangespannte Kultur, ein „Abendland“, das sich als Gipfelpunkt der menschlichen Zivilisation sieht und gleichzeitig als Dienstleistungsgesellschaft sehr pragmatisch vor sich hin wuchert: Pulsierende Dienstleistungs- und Wohlstandsgesellschaft, Bollwerk der Sicherheit und Ausgrenzung, urbane Zivilisation, hedonistischer Vergnügungstempel, beflügelt und belastet zugleich von Geschichte, Tradition, Hochkultur.
Nikolaus Geyrhalter sieht sich um: Nachtarbeit gegen selbstvergessene abendliche Ablenkung, Geburt und Tod, Feiern und Tanzen, Hoffen und Bangen, Fragen, die im Halbdunkel einer Antwort harren, Sprachengewirr, Nachrichtenroutine und politische Verhandlungen – dies alles in Bilder gefasst, deren Detail-Reichtum vielfältig und doch präzise ist.
Manche Dinge sieht man in der Nacht klarer.
Dokumentarfilm von Nikolaus Geyrhalter, Österreich 2010, 90 Min.
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Am Sonntag den 19. Februar zeigen wir die Live-Dia Show von und mit Susi Bemsel & Daniel Snaider: Die große Reise - Abenteuer Weltumrundung
In einem Jahr bis ans Ende der Welt, nach Feuerland - mit dem Fahrrad. So die Planung der Altmühltaler Susanne Bemsel und Daniel Snaider. In ihrer Live Dia- und Filmreportage nehmen die beiden Buchautoren und Abenteurer ihr Publikum mit auf ein außergewöhnliches Abenteuer.
Mit spannender Dramaturgie, aber auch viel Witz schildern die beiden sympathischen Bayern, die intensiven Begegnungen und Erfahrungen mit den Menschen, der oft grandiosen Natur und den tiefen Eindrücken dieser außergewöhnlichen Reise. Der Weg führt zunächst durch das eisige Island, über nordamerikanische Highways, entlang mittelamerikanischen Urwaldpisten, über den gewaltigen Gebirgszug der Anden, durch Busch, Wüste und das windige Patagonien bis nach Feuerland. Am Ziel, der Südspitze Südamerikas angekommen, hat die Erde für die beiden Langzeitreisenden nichts von ihrer Anziehung verloren. Spontan entscheiden Susanne Bemsel und Daniel Snaider: „Wir fahren weiter! Wie lange, dass lassen wir offen. Alles was jetzt kommt ist Zugabe.“
Mit unterschiedlichsten Jobs wird in Neuseeland und Australien die erschöpfte Reisekasse wieder aufgefüllt. Es folgt eine abenteuerliche Durchquerung des roten Kontinents, 4000 Km quer durch das Australische Outback. Zweieinhalb Jahre nach Abfahrt aus Deutschland radeln Susi Bemsel und Daniel Snaider in Südostasien ein.
Diese Reise prägt, hinterlässt Spuren und verdeutlicht: Es gibt immer einen Weg, man muß ihn nur finden. Susanne Bemsel und Daniel Snaider versuchen eine scheinbar verrückte, jedoch hartnäckige Idee umzusetzen. Nach monatelanger Organisation gelingt der Umstieg auf eine original, thailändisches Tuk Tuk. In Asien überschlagen sich die Medienberichte. Das alte, dreirädrige Taxi mit den beiden Bayern wird noch vor Abfahrt in ganz Südostasien zur Legende.
Aus einem „kurzen“ Südamerika-Trip wird eine Reise voller Höhen und Tiefen, eine Reise, bei der Traum und Tragödie ganz nah beieinander liegen. Nur knapp entgehen die Beiden der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Südostasien und werden vor Ort zu Helfern.
Jetzt motorisiert, jedoch mit unveränderter Geschwindigkeit und emotionaler Intensität führt die Reise ins hochtechnisierte Japan, durch die Sibirische Wildnis und die Weite der Mongolischen Steppe. Das alte Taxi biete dabei Platz für so manch skurrilen Fahrgast.
Entlang der legendären Seidenstraße holpert das Tuk Tuk bis nach Afrika. Erst knapp vier Jahre nach Abfahrt kehren Susanne Bemsel und Daniel Snaider nach Europa zurück. Im Gepäck, der Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.
Der packende und frische Vortragsstil, intensive Bild- & Filmsequenzen auf Großleinwand und eine außergewöhnliche Geschichte über eine große Reise sind es, die die Menschen in die Säle ziehen läßt.
Live-Dia Show von und mit Susi Bemsel & Daniel Snaide, 120 Min.
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Ab dem 23. Februar geplant: Glück
Noah Leyden ist Strafverteidiger und bezeichnet sich als Spezialist für die Suche nach Glück und den Moment, wo das Glück uns verlässt. Er erzählt die unfassbare Geschichte von Irina und Kalle.
Zwei Gestrandete, die zueinander finden und das eben erst entdeckte gemeinsame Glück
mit allen Mitteln zu verteidigen suchen. Irina verlässt das Glück, als ihr Land vom Krieg überrollt wird, Soldaten in ihr Zuhause eindringen, ihre Familie töten und sie vergewaltigen. Traumatisiert flüchtet sie nach Berlin und arbeitet dort als Prostituierte. Auf der Straße lernt sie den Obdachlosen Punk Kalle kennen. Die Beiden verlieben sich, zaghaft, und beginnen, sich ein kleines Leben aufzubauen. Bis eines Tages ein Freier tot in der gemeinsamen Wohnung zusammenbricht, Irina flüchtet in Panik, Kalle kommt nach Hause, entdeckt die Leiche – und beschließt, sein Glück mit Irina zu bewahren.
So oder so ähnlich hat sich dieser Fall für den Anwalt Ferdinand von Schirach zugezogen. GLÜCK ist eine von zahlreichen Erzählungen in seinem schriftstellerischem Debüt „Verbrechen“. Jetzt kommt die erste Kurzgeschichte als Kinofilm auf die große Leinwand.
Ein Film von Doris Dörrie mit Alba Rohrwacher, Vinzenz Kiefer, Matthias Brandt, Oliver Nägele, Maren Kroymann und Christina Große, Deutschland 2011.
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Ab dem 23. Februar geplant: Faust
Venedig 2011: Der Goldene Löwe der Filmfestspiele geht an „FAUST“ von Alexander Sokurow. In seiner Laudatio sagt Darren Aronofsky (BLACK SWAN), Präsident der Jury: "Es gibt Filme, die dich zum Träumen, zum Weinen, Lachen und Nachdenken bringen, und es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern. Dies ist einer dieser Filme".
Was die Naturwissenschaften angeht, ist Faust Universalgelehrter. Sein Wissensdurst scheint unstillbar, doch sind ihm die Erkenntnisse nie gut genug. In seiner unerschöpflichen Neugier und der umtriebigen Suche nach dem Sinn des Lebens schliesst er einen Pakt mit dem „Wucherer“, der ihn auf einen Pfad der Unmoral und Rücksichtslosigkeit führt. Die Geschichte des Faust ist bekannt, doch der russische Meisterregisseur Alexander Sokurow schafft es, der legendären Figur neues dramatisches Leben einzuhauchen. Eingebettet in monumentale Landschaften und ein aufwendiges Setting lässt Sokurow seine Darsteller in Goethes Drama eintauchen, ohne sich sklavisch nah an die Vorlage zu halten. Die Bildkomposition wirkt fast wie Malerei, die Musik ist opernhaft gewaltig und das Spiel der internationalen Theatergrößen, die hier versammelt sind, ist expressiv und kraftvoll. Eine vor Energie überbordende Literaturverfilmung mit hohem Anspruch, die Goethes Werk in ein neues Licht taucht.
Ein Film von Alexander Sokurow mit Johannes Zeiler, Anton Adassinsky, Isolda Dychauk, Georg Freidrich, Hanna Schygulla, Florian Brückner, Lars Rudolph, Russland 2011, 134 Min.
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Ab 03. März geplant: Die Eiserne Lady
Die eiserne Lady schildert die faszinierende Geschichte von Margaret Thatcher, einer Frau, die die zu ihrer Zeit noch verstaubten Geschlechter- und Klassengrenzen sprengte, um sich in einer von Männern dominierten Welt durchzusetzen. Es ist eine Geschichte über Macht und den Preis den man dafür bezahlen muss. Gleichzeitig ist der Film das überraschende und intime Porträt einer außergewöhnlichen und komplexen Frau.
Margaret Thatcher wächst in gewöhnlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt. Ihre Mutter hingegen war gelernte Hausschneiderin. Nicht viel deutet zu dieser Zeit auf die politische Karriere hin, die Margaret Thatcher zu einer der berühmtesten Politiker der vergangenen Jahrzehnte machen würde. Mit der Unterstützung ihres Ehemanns Denis erobert sie die von Männern dominierte Politik Englands. Sie schafft es die Grenzen zwischen den Klassen und Geschlechtern aufzuheben und machte sich auch international als "Eiserne Lady" einen Namen. Ihre Wahrnehmung ist dabei höchst ambivalent, von den einen wird sie gefürchtet und von den anderen verehrt.
Ein Film von Phyllida Lloyd mit Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach, Olivia Coleman, Harry Lloyd, Frakreich / Großbritanien 2011, 105 Min.
Website zum Film
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Demnächst geplant: Der atmende Gott - Reise zum Ursprung des modernen Yoga
Durch das Jogging haben Turnschuhe ihren Eingang in die weltweite Alltagsmode gefunden; durch Yoga wurden fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig. Der Lifestylekonzern Nike kennt für seine Werbekampagnen des 21. Jahrhunderts nur noch zwei Archetypen des Großstädters: Joggende und Yoginis. Männer gehen laufen, Frauen machen Yoga? Doch was ist das eigentlich, was geschieht, während man das macht? Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Eine Art Religion – oder doch eher exotisches Variété, im Irgendwo angesiedelt zwischen Schlangenmenschen und gepflegter Hyperventilation?
Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt, wie immer in seinen Filmen, seiner persönlichen Neugier und entdeckt, weil Wahrheit mit Wahrheit belohnt wird, Überraschendes. Auf authentischem Filmmaterial gedreht, in klassisch kadrierte und ausgeleuchtete Bilder gesetzt und komplett in Indien und für die Kinoleinwand produziert, öffnet sich der Blick auf ein ungewohntes, ungewöhnlich normales Indien, das jenseits bunter Holi-Feste und aschebestäubter Gurus eine ganz eigene Magie entfaltet. Schmidt-Garres Film ist eine Reise zu den Wurzeln des modernen Yoga, der noch im Indien des frühen zwanzigsten Jahrhunderts eine geringgeschätzte Form von Zirkus war: „Nur für Bescheuerte und Verklemmmte“, wie sich einer der Protagonisten bitter erinnert. Was Schmidt-Garre findet, ist der Zauber einer Alltagspraxis, deren mythische Verklärung uns hierzulande oft den Blick auf das unerzählt Wesentliche verstellt. „Der Atmende Gott“ ist dabei vor allem auch ein aufregendes Zeitdokument, das die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint. Noch nie gezeigte historische Aufnahmen des Yoga-Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois, der während der Dreharbeiten starb, sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin die Lehren des Atmenden Gottes beibrachte.
Dokumentation von Jan Schmidt-Garre, Deutschland 2011, 100 Min.
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