Filme in der Woche vom  02.02. - 08.02.2012

Dame, König, As, Spion

Bild aus dem Film Dame, König, As, SpionEin klassischer, ehrlicher Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges. Es geht um eine hochnotpeinliche Angelegenheit: Wer ist der Verräter in der obersten Etage des britischen Geheimdienstes? Nur einer kann ihn entlarven – George Smiley. Er kennt alle Verdächtigen, er weiß um ihre Gefährlichkeit und lässt sich von nichts und niemandem beeindrucken.
Erstklassig besetzt, exzellent inszeniert und mit grandiosen Bildern kommt hier ganz großes Kino auf die Leinwand. Atemlose Spannung garantiert!

Eine missglückte Aktion des britischen Geheimdienstes in Budapest hat politische Folgen: Der langjährige MI6-Chef „Control“ und seine rechte Hand George Smiley müssen ihren Hut nehmen und eine junge Generation um den intriganten Percy Alleline übernimmt die Macht. Im „Circus“, wie der Auslandsgeheimdienst von seinen Agenten genannt wird, brechen neue Zeiten an.

Nur wenige Monate später wird Smiley reaktiviert: Im direkten Auftrag der Regierung soll er einem ungeheuren Verdacht nachgehen, den der mittlerweile gestorbene Control gehegt hatte: Gibt es an der Spitze des Circus einen Maulwurf des sowjetischen KGB? Fünf Männer hatte Control auf seiner Liste: den neuen Chef Percy Alleline, den selbstbewussten Bill Haydon, den altgedienten Roy Bland, den Bürokraten Toby Esterhase und – seinen Ziehsohn Smiley selbst.Dame König As Spion ein Film mit Colin Firth, John Hurt, Gary Oldman und vielen mehr

Smiley ist schockiert, dass Control ihn des Verrats für fähig hielt. Zusammen mit dem jungen Agenten Peter Guillam ermittelt Smiley fortan in den eigenen Reihen. Um den Verräter zu finden, darf er keinen Staub aufwirbeln und muss sich auf seinen Verstand und alte Freunde verlassen. Viele Spuren verlaufen im Sand, bis schließlich der junge Agent Ricki Tarr aus einem Einsatz in Istanbul einen entscheidenden Hinweis mitbringt. Smiley ahnt: Wer immer der Maulwurf im Gewimmel der Gänge des Circus ist – er ist Smiley um mehrere Züge voraus. Denn hinter ihm steht Karla, der brillante Stratege des KGB, der genau um Smileys größte Schwäche weiß.

Tinker, Tailor, Soldier, Spy. Ein Film von Tomas Alfredson mit Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, John Hurt, Toby Jones, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, UK/Frankreich/Deutschland 2011, 127 Min.
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Der geteilte Himmel

Das Plakat zum Film Der geteilte HimmelLange hat sie das Vergessen gesucht. Jetzt hat sie Angst, die Zeit zu vergessen, als sie aus dem Vollen schöpfte und glaubte, das glückliche Leben könne nie zu Ende gehen. Das junge Mädchen Rita Seidel und der zehn Jahre ältere Manfred Herrfurth sind ein ungleiches Paar, aber ihre Liebe scheint gegen äußere Widrigkeiten Bestand zu haben. Manfred, ein Zweifler und Spötter, der seine Träume schon begraben hat, erhofft sich durch seine jüngere Freundin neue Lebensfreude. Doch als der Betrieb sein erfolgreich erprobtes Verfahren ablehnt, verfällt er wieder in den alten Zynismus und sieht keinen anderen Ausweg als die Flucht nach Westberlin. Rita folgt ihrem Geliebten, doch als sie Manfred im Westen begegnet, wird ihr klar, dass sie sich das letzte Mal sehen.
In ihrem Debüt stellt Renate Blume überzeugend die Ambivalenz von Kraft und Verletzlichkeit dar. Gelungene, elegische Verfilmung eines Romans von Christa Wolf über die Problematik des geteilten Deutschlands. Die Premiere fand in einer Zeit der vorsichtigen Liberalisierung statt, was eine positive Aufnahme durch die Presse begünstigte. Nach dem Ende des politischen "Tauwetters“ jedoch wurde „Der geteilte Himmel“ immer häufiger der Ideologiekritik ausgesetzt.

Ein Film von Konrad Wolf mit Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate, Martin Flörchinger, Erika Pelikowsky, Günther Grabbert, Lothar Bellag, Siegfried Menzel, Agnes Kraus, DDR, 1964, s/w, 110 min.

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The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten

Bild aus The Descandants mit George ClooneyThe Descendants ist der neue Film von Alexander Payne, der für das Drehbuch zu seinem Hit Sideways mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Schauplatz der Geschichte ist Hawaii und in ihrem Mittelpunkt steht die völlig unberechenbare Reise einer amerikanischen Familie, die am Scheideweg steht.

Matt King, Vater zweier Töchter, ist gezwungen, seine Vergangenheit zu überdenken und neu zu bewerten, als seine Frau nach einem Speed-Boat-Unfall vor dem Strand von Waikiki ins Koma fällt. Unbeholfen versucht er, die Beziehung zu seinen Töchtern, der altklugen 10-jährigen Scottie und der rebellischen 17-jährigen Alexandra, wieder zu verbessern, während er gleichzeitig mit der Entscheidung ringt, ob er den Grundbesitz seiner Familie verkaufen soll. Von Mitgliedern der hawaiianischeThe Descendants von Alexander Paynen Königsfamilie und Missionaren haben die Kings vor Generationen unschätzbar wertvolles Land erhalten, das zu den letzten unberührten tropischen Strandabschnitten auf den Inseln gehört.

Als Alexandra die Bombe platzen lässt und enthüllt, dass ihre Mutter zum Zeitpunkt des Unfalls mitten in einer Affäre mit einem anderen Mann steckte, muss Matt innerhalb einer Woche voller wichtiger Entscheidungen sein Leben, ganz zu schweigen von seinem Vermächtnis, plötzlich mit völlig anderen Augen betrachten. Mit seinen Töchtern im Schlepptau begibt er sich relativ planlos auf die Suche nach

dem Liebhaber seiner Frau. Unterwegs, nach Begegnungen der komischen, ärgerlichen und ranszendenten Art, wird ihm bewusst, dass er endlich den richtigen Kurs eingeschlagen hat, um sein Leben und seine Familie neu zu ordnen.

The Descendants. Ein Film von Alexander Payne mit George Clooney, Shailene Woodley, Amara Miller, u.a., USA 2011, 115 Min.

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The Artist

Bild aus The ArtistGeorge Valentin ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos der 20er Jahre. Dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger fliegen die Herzen des Publikums zu. Er genießt und zelebriert seinen Ruhm und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller. Doch mit dem Wendepunkt vom Stummfilm zum Tonfilm stehen die beiden Schauspieler plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Valentin will nicht wahr haben, dass der Tonfilm seine Karriere zu überrollen droht. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar!
THE ARTIST erzählt die Geschichte zweier Schicksale: Von den Massen vergöttert und seinem eigenen Bild geblendet, ist ein Mann zu stolz sich in das Neue zu fügen – und fällt in das Nichts. Eine Tänzerin aus der dritten Reihe stürzt sich mit entzückender Begeisterung in diese neue Welt – und das Publikum liegt ihr zu Füssen.

Von Michel Hazanavicius mit Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman, Penelope Ann Miller u.a., Frankreich 2011, 100 Min., s/w.

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Fünf Freunde

Bild aus Fünf FreundeDie Fünf Freunde George, Julian, Dick, Anne und Timmy, der Hund, verbringen zum ersten Mal ihre Ferien zusammen. Und schon schlittern sie in ein aufregendes Abenteuer. Bei einem Ausflug an den Strand machen sie in einer alten Schmugglerhöhle eine brisante Entdeckung und erkennen schnell: Georges Vater Quentin, ein berühmter Erfinder, ist in Gefahr! Der Professor hat sich auf einer Felseninsel ein Labor eingerichtet und forscht dort an einer neuartigen Energiegewinnungsmethode. Irgendjemand hat es offensichtlich auf seine wertvollen Forschungsergebnisse abgesehen. Doch weder die Polizisten Peters und Hansen noch Georges Mutter Fanny glauben den Kindern. Deshalb machen sich die Fünf Freunde selbst auf die gefährliche Jagd nach den Gangstern. Die Spuren führen sie zu zwei verdächtigen Tierfilmern und einem mysteriösen Mann, der sich als Agent ausgibt. Schließlich

stoßen die Fünf Freunde auf einen Geheimgang, der unter dem Meer direkt bis zur Felseninsel verläuft, und decken eine Verschwörung auf, die ihnen den Atem verschlägt…

Die berühmtesten Freunde der Welt erobern die Kinoleinwand! George, Julian, Dick, Anne und Timmy, der Hund – Generationen von Kindern kennen ihre Namen und haben ihre Abenteuer verschlungen. Allein von den FÜNF FREUNDEN wurden mehr als 100 Mio. Bücher weltweit verkauft. Nun erleben die Fünf ihr erstes Kinoabenteuer! Basierend auf der gleichnamigen Jugendbuchserie von Enid Blyton, einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der Welt, hat der Film die bekannten Grundideen der Bücher liebevoll modernisiert und mit viel Witz und Tempo ins hier und jetzt versetzt.

Ein Film von Mike Marzuk nach den Romanen von Enid Blyton mit Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, Neele Marie Nickel, Armin Rohde, Johann von Bülow, Deutschland 2011, 98 Min.
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Mein liebster Alptraum

Bild aus dem Film Mein liebster AlptraumSie wohnt mit ihrem Lebensgefährten und dem gemeinsamen Sohn in einem schicken Appartement gegenüber vom Jardin du Luxembourg, dem früher königlichen, heute staatlichen Schlosspark. Er lebt alleine mit seinem Sohn in einem Lieferwagen. Sie ist eine renommierte Galeristin, Chefin einer angesehenen Sammlung moderner Kunst. Er lebt von Gelegenheitsarbeiten und der Wohlfahrt.

Nach Louis de Funes ist Benoît Poelvoorde heute der bekannteste frankophone Komiker. In der pointiert romantischen Komödie „Mein liebster Alptraum“ trifft der begabte Belgier auf den spröden Charme der französischen Filmdiva Isabelle Hubbert. Das ungleiche Paar verbindet eigentlich nichts. Die beiden leben in verschiedenen Welten. Doch Regisseurin Anne Fountaine spielt in ihrem köstlichen Liebesschwank genüsslich mit gesellschaftlichen Klischeebildern aus Großbürgertum und Unterschicht. Eine Filmperle aus Frankreich mit Witz und Biss.

Mon pire cauchemar. Ein Film von Anne Fontaine mit Isabelle Huppert, André Dussollier, Aurélien Recoing, Benoît Poelvoorde, Virginie Efira, Corentin Devroey, Frankreich, Belgien 2011, 108 Min.
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Die Mühle und das Kreuz

Bild aus dem Film Die Mühle und das KreuzIm Jahr 1564 erhält Pieter Bruegel von dem reichen Antwerpener Kaufmann und Kunstsammler Nicolas Jonghelinck den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen. Er nimmt den Auftrag an, doch will er nicht eine weitere von unzähligen Versionen der Passionsgeschichte liefern, sondern etwas Besonderes schaffen: Ein Bild, das eine Vielzahl von Geschichten erzählt und das groß genug ist, hunderte von Menschen aufzunehmen. Aber vor allem soll die Kreuzigungsgeschichte nicht im Heiligen Land, sondern in seiner flämischen Heimat spielen. Also geht Bruegel hinaus zu den Menschen auf den Höfen, Feldern und Märkten, um nach diesen Geschichten in einem Land zu suchen, das unter spanischer Herrschaft steht und in dem die Inquisitoren erbarmungslos wüten. Er hält alles in seinen Skizzen fest und beginnt auf diese Weise, die Schicksale von unzähligen Menschen virtuos miteinander zu verflechten...

„Die Mühle und das Kreuz“ ist eine intelligente und betörend schöne Adaption des weltberühmten Gemäldes „Die Kreuztragung Christi“, der es im buchstäblichen Sinne gelingt, das Bild zum Leben zu erwecken und uns seine komplexe Bildsprache und versteckten Bedeutungen zu enthüllen. Von den großartigen Hauptdarstellern Charlotte Rampling, Rutger Hauer und Michael York getragen, wirkt jede einzelne Szene mit seiner detailgenauen Ausstattung und kunstvollen Komposition aus Licht und Farbe wie ein weiteres von Bruegel geschaffenes Gemälde. Ein Filmkunstwerk.

The Mill and the Cross. Ein Film von Lech Majewski mit Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael York, Polen / Schweden 2011, 92 Min.

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Gerhard Richter Painting
Bild aus dem Film Gerhard Richter PaintingGerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, wo er an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. GERHARD RICHTER PAINTING gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem

sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.

Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, einfühlsamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erwGerhard Richter Paintingeitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten.

GERHARD RICHTER PAINTING ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst.

„Das faszinierende Porträt eines Zweiflers in seiner steten Auseinandersetzung mit Farben, Strukturen, Formen und nicht zuletzt sich selbst. Man kann der Filmemacherin nur dankbar sein, dass sie den Künstler machen lässt und wenig interveniert. Die fühlbar phyische und emotionale Auseinandersetzung Richters mit Leinwand und Farben und die immer komplexer werdenden Kompositionen erzeugen ein Gefühl der Demut und Freude darüber, dabei gewesen zu sein.“ Biograph Düsseldorf

Ein Film von Corinna Belz mit Gerhard Richter, Norbert Arns, Hubert Becker, Sabine Moritz-Richter, Konstanze Ell, Marian Goodman, Benjamin Buchloh, Kasper König, u.a., Deutschland 2011, 93 Min.

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Ziemlich Beste Freunde
Szenenbild aus Ziemlich Beste FreundePhilippe führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten – aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht?

Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird...

Intouchables. Ein Film von Eric Toledano und Olivier Nakache mit François Cluzet, Omar Sy u.a., Frankreich 2011, 110 Min.

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Und dann der Regen

Bild aus Und Dann der Regen mit Gael Garcia BernalSebastián ist ein junger idealistischer Filmregisseur. Er hat sich vorgenommen, einen aufrichtigen Film über eine der bedeutendsten Gestalten der Weltgeschichte zu drehen –Christoph Kolumbus. Sebastián ist entschlossen, den Mythos zu entlarven. Stattdessen will er zeigen, was Kolumbus in Gang gesetzt hat: Gier nach Gold, Sklavenhandel, entsetzliche Gewalt gegen die Ureinwohner.
Costa, Sebastiáns Produzent, ist vor allem daran interessiert,
dass der Film pünktlich und innerhalb des Budgets abgedreht wird. Costa wählt als Drehort Bolivien – günstige Kosten schieben die historische Genauigkeit etwas in den Hintergrund.
Doch während der Dreharbeiten in Cochabamba drohen soziale Unruhen. Die Wasserversorgung der Stadt ist an einen multinationalen Konzern verkauft worden. 500 Jahre nach Kolumbus kommt es erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen der indianischen Bevölkerung und einer hochgerüsteten modernen Armee.
Das Drehteam von Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten kaum ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands...

Tambien la lluvia. Ein Film von Iciar Bollain mit Gael García Bernal, Luis Tosar, Karra Elejalde, Juan Carlos Aduviri, Frankreich/Mexiko/Spanien 2010, 103 Min.

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Gott des Gemetzels

Ein Bild aus Gott des Gemetzels von Roman PolanskiBrooklyn Bridge Park, New York: Ein Elfjähriger gerät in einen Streit mit mehreren gleichaltrigen Mitschülern und schlägt einem der anderen Jungen mit einem Stock ins Gesicht, der dabei – wie wir später erfahren – zwei Zähne verliert. Kurze Zeit später treffen sich Michael (John C. Reilly) und Penelope Longstreet (Jodie Foster), die Eltern des Verletzten, in ihrer Wohnung mit Alan (Christoph Waltz) und Nancy Cowen (Kate Winslet), den Eltern des Schlägers. Schnell verständigen sie sich über die Streitpunkte und wollen wieder getrennte Wege gehen – man ist schließlich zivilisiert. Doch als die Cowens eigentlich schon aus der Tür sind, lassen sie sich noch zu einem kleinen Kaffee überreden. Nun kommt das Quartett doch wieder zum Streit der Kinder zurück und es zeigt sich, dass hier gar nichts geklärt ist. Schnell erhitzen sich die Gemüter immer weiter, es kommt zu einer vehementen Auseinandersetzung, in der es bald um ganz andere Dinge geht. Dabei werden munter die Fronten gewechselt und als auch noch Alkohol ins Spiel kommt, eskaliert die Situation völlig.

Hinter dem wunderbar ironischen Titel „Gott des Gemetzels“ verbirgt sicGott des Gemetzels mit Christopher Walz, Jodie Foster und Kate Winslet h eine herrliche Gesellschaftskomödie. Roman Polanskis Kammer-Quartett mit zwei New Yorker Elternpaaren, die zivilisiert die Prügelei ihrer Söhne klären wollen, war bei der Weltpremiere in Venedig ein sehr unterhaltsamer Lacherfolg, noch bevor bei fortschreitender Entwicklung unter Alkoholeinfluss die letzten Masken fielen. Christoph Waltz spielt mit wenig zurückhaltender Ironie seiner aalglatten Anwaltsfigur tatsächlich etablierte Weltstars wie Jodie Foster, Kate Winslet und John C. Reilly an die fein dekorierte Wand.

Carnage. Ein Film von Roman Polanski nach dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza mit Christopher Waltz, Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly, u.a., Frankreich 2011, 79 Min.
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Pina - tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!
PinaPina ist ein Tanzfilm mit dem Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin. Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – den Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war. Kerbstück des Films sind Neu-Aufführungen der Stücke, die Pina Bausch selber ausgesucht hat: Sacre du Printemps, Kontakthof, Café Müller und Vollmond.

Win Wenders und Pina Bausch verband eine lange Freundschaft, sein Film über sie und ihre Arbeit war schon lange geplant. Als Pina Bausch im Juni 2009 überraschend starb, entschied sich Wenders den Film dennoch gemeinsam mit ihrem Ensemble zu produzieren. Entstanden ist eine sinnliche Entdeckungsreise, die einem den Atem raubt mit aufregenden Tanzszenen, die Lebenslust und Trauer zugleich transportieren.

 „Eine mitreißende Hommage an die 2009 verstorbenen Choreografin Pina Bausch und ihr Tanztheater Wuppertal.“ Blickpunkt Film

Ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders, D/F 2011, 107 Min. Website zum Film

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